Über uns

In dieser Kategorie erfahren Sie mehr über uns, was wir tun und wie alles entstand!

 

Bewegtes Lernen - Gesundheitsförderung  / Wien

 

UNSERE ZIELE

Um dieses Projekt fortzuführen, wurde am 13. 8. 2018 der gemeinnützige Verein „Bewegtes Lernen - Gesundheitsförderung in Volksschulen / Wien" gegründet, der eng mit dem Stadtschulrat und der Pädagogischen Hochschule Wien zusammenarbeitet. Der Verein ist Ansprechpartner für alle Wiener Lehrer/innen (VS, ASO, SPZ) und Direktor/innen.

Zweck der Vereinigung

Gesundheitsförderung von Schüler/innen im Sinne der WHO (World Health Organisation), das ist die Förderung und Erhaltung der körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Gesundheit im ganzheitlichen Sinn über die Bewegung

Vereinsziele

  • die Mithilfe und Unterstützung bei der Installierung und Durchführung von Schwerpunktklassen an Schulen zum Thema „Bewegtes Lernen - Gesundheitsförderung“
  • die Information und/oder Aufklärung von Schüler/innen, Pädagog/innen und Eltern über die, die Gesundheit beeinflussenden, seelischen, geistigen, körperlichen und sozialen Faktoren bzw. über vermeidbare Krankheiten und Haltungsschäden;
  • die Entwicklung von Konzepten für die Aus- und Fortbildung von Pädagog/innen zum Thema „Bewegtes Lernen - Gesundheitsförderung“; die Organisation und Durchführung des Diplomlehrganges Bewegtes Lernen - Gesundheitsförderung;
  • die Vermittlung von Expert/innen an Schulen für Projektklassen, Schulveranstaltungen und Elternabende;
  • die Verbesserung der Lernvoraussetzungen und Lernbedingungen von Schüler/innen;
  • die Kooperation mit gesundheitsfördernden Institutionen und Schulen;
  • Abhaltung von Gesundheitstagen, Elternabenden, Projektveranstaltungen und Workshops;
  • wissenschaftliche Studien zur Implementierung des Bewegten Lernens und der Gesundheitsförderung in das Schulentwicklungsprogramm

WAS/WIE/WEM

 

Was ist Bewegtes Lernen - Gesundheitsförderung?

Zielsetzungen: kognitives Lernen mit und durch Bewegung, Gesundheitsförderung, Prävention, Verbesserung der sportmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten, Förderung der sozialen Kompetenz.

Inhalte: Lernen mit Bewegung - Lernen durch Bewegung, Lernen über alle Sinne mit Lust und Freude, Lernen mit dem ganzen Körper, Lernsituation durch ganzheitliches Handeln erfahren, Lerninhalte sinnbezogen und körpernah erleben. Den Unterricht so zu gestalten, dass die Schüler/innen die Lerninhalte durch Erleben, Denken und Handeln erfahren und Zusammenhänge erkennen können, ist das Hauptanliegen der Initiative "Bewegtes Lernens und Gesundheitsförderung". Bewegtes Lernen ist eine ergänzende Form zum traditionellen Lernen!

 

Wie funktioniert Bewegtes Lernen?

Die Lehrer/innen erhalten eine Zusatzausbildung zum/zur Lehrer/in für Bewegtes Lernen und Gesundheitsförderung (Gesundheitspädagog/innen). In allen Unterrichtsfächern bewegen sich die Kinder und lösen dabei ihre Lernaufgaben. Das Kind lernt über Körper- und Bewegungserfahrung Lerninhalte verstehen. Bewegtes Lernen wird als dynamisches Lehr- und Lernsystem in Schwerpunktklassen mit einer zusätzlichen Unterrichtseinheit (schulintern gehandhabt) umgesetzt.

Zusätzliche Leistungen für Schwerpunktklassen:

- Medizinische Betreuung durch Orthopäden 

- Erhebung der motorischen Kompetenzen (Medimouse - Wirbelsäulenscreening, S3 - Koordinationscheck)

- Anforderungsmöglichkeit von Spezialisten für Ernährung, Energetik, Sensomotorik, Sport, Gesundheit, etc.

- Bereitstellung eines Gerätepools

- Veranstaltung von Projekt-, Sport- und Gesundheitstagen sowie Gesundheitskonferenzen

- Messung sportmotorischer Fähigkeiten

- Messung fein-, grafo- und psychomotorischer Fähigkeiten

- Evaluation des Projektes über Wirkung und Nachhaltigkeit von Bewegtem Lernen

 

Wem nützt Bewegtes Lernen? 

- den Kindern

Bewegtes Lernen fördert nachhaltig das Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein der Kinder. Es verbessert ihre Lernleistungen durch erhöhte Merk- und Konzentrationsfähigkeit. Haltungsschäden wird vorgebeugt, zusätzlich lernen die Kinder besser mit Aggressionen und Gefahrenquellen umzugehen.

- den Eltern

Die seelische und körperliche Ausgeglichenheit der Kinder unterstützt ein positives Familienklima. Verstärkte Möglichkeit zur Einbeziehung der Eltern in die Projektarbeit (z.B. bei Projekt-, Sport- oder Gesundheitstagen).

- den Lehrer/innen

Durch besseres Arbeitsklima in der Klasse. Eigennutz durch besseren Wissensstand (Ausbildung) und zusätzliche Impulse durch Weiterbildungsveranstaltungen und Reflexionen.

- dem Setting Schule

Durch Aufwertung des Schulstandortes, Schaffung eines positiven Arbeitsklimas in der gesamten Schule durch Gemeinschaftsförderung über die Projektidee, Multiplikatoren-Wirkung durch alle in der Schule beteiligten Personen, Impulssetzung durch die Schwerpunktklassen.

Gesundheitsförderung

Haltungsprobleme von Schulkindern

Wirbelsäulenprobleme der Schulkinder

Das Trauma unserer Zivilisation liegt in der statischen Überbelastung eines für die Dynamik geschaffenen Bewegungsapparates.
Dr. med.univ. Herbert Preschitz, Facharzt für Orthopädie u. orthopädische Chirurgie:

„Nicht von Ungefähr entstehen schon in der Kindheit Haltungsprobleme: Durch zu viel und zu langes (falsches) Sitzen in der Schule, zu Hause während der Hausaufgaben und in der Freizeit kommt es zu gesundheitlichen Problemen.
Die Zahl der Kinder mit ernstzunehmenden Mängeln am Stütz- und Bewegungsapparat steigt ständig.
Ausgleichende Bewegungsanreize werden sowohl in der Freizeit als auch in der Schule zunehmend weniger (z. B. Kürzung der Turnstunden).
Neben dem bereits seit Jahrzehnten praktizierten „Haltungsturnen“ des orthopädischen Referats der MA 15 bietet nun auch der Verein "Bewegtes Lernen BWL-GF“ eine Maßnahme an, die dieser Entwicklung entgegensteuern soll.“

Gesundheitschecks des Vereins an Wiens Schulen im Rahmen der Initiative BWL-GF Bewegtes Lernen – Gesundheitsförderung

1. Die Rückenmaus – Ein analog-digitales Messgerät zur Erfassung der sagittalen Rückenkontur

Es wird ein neuartiges mechano-elektronisches Messsystem vorgestellt, mit dem die sagittale Rückenkontur und Beweglichkeit von HWK7 bis zum Sakrum auf einfachste Weise und nichtinvasiv erfasst und dokumentiert werden kann.
Das handtellergroße Gerät erlaubt in Verbindung mit einem MS-DOS-kompatiblem PC die Konturenerfassung an einem beliebigen im Raum positionierten Patienten; als Orientierungsreferenz dient die Schwerkraft.
Das Gerät wird von Hand entlang der Haut oberhalb der Dornfortsätze geführt, dabei registrieren ein Laufrad mittels Lichtschranke die abgefahrene Wegstrecke und ein Pendelpotentiometer den momentanen Winkel relativ zum Lot.
Alle relevanten Parameter wie Rückenlänge, Inklination gegenüber der Vertikalen, Kypho- und Lordosierung und segmentale Winkelstellung werden anschaulich dargestellt sowie graphisch und numerisch dokumentiert.
Im Vergleich zu bekannten Verfahren bietet das vorgestellte System wesentliche Vorteile sowohl hinsichtlich Genauigkeit, Objektivität und Dokumentation der Messwerte als auch hinsichtlich Nichtinvasivität, Anwender- und Patientenfreundlichkeit sowie Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Bisherige Ergebnisse sprechen für gute inter- und intra-observer-Reproduzierbarkeit bei hoher Validität und klinischer Relevanz der Messgrössen.
Breite Einsatzmöglichkeiten sind für die Haltungs- und Beweglichkeitsdiagnostik in Praxis und Klinik bei den verschiedensten Krankheitsbildern des Bewegungsapparates mit Fehlhaltung bzw. Fehlform der Wirbelsäule gegeben.
Darüber hinaus ist das System für vergleichende Reihenuntersuchungen sowie zur objektiven Therapieerfolgs- und Verlaufskontrolle hervorragend geeignet.
Dank der einzigartigen Möglichkeit, gruppenspezifische Haltungen zu definierten, ist das System auch für wissenschaftliche Untersuchungen äußerst wertvoll.
Mittels einer einfachen Abwandlung der Wegstreckenmessvorrichtung lässt sich der Messbereich auch auf die frontale Ebene erweitern, so dass in einem einzigen Messvorgang skoliotische Fehlhaltungen und -formen sowie Lateralflexionen der Wirbelsäule mit erfasst werden.
Mit diesem erweiterten Messsystem lassen sich, bei unverändert einfacher Handhabung, alle klinisch relevanten Funktions- und Haltungsprüfungen des Achsenskeletts – mit Ausnahme rotatorischer Komponenten – durchführen.

Zeitschrift: Pyhs Rehab Kur Med 4 (1994)
N. Seichert. M. Baumann, E. Senn, H. Zuckriegl
Klinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation der Ludwig-Maximilians-Universität
München (1994)
(Direktor: Prof. Dr. med. E. Senn)

Oberflächenmessverfahren (Medimouse) versus Röntgenfunktionsaufnahmen zur Beurteilung der lumbalen Wirbelsäulenbeweglichkeit

Fragestellung: Für die objektive Beurteilung der Therapieergebnisse bezüglich der lumbalen Wirbelsäulenbeweglichkeit steht neben der radiologischen Funktionsdiagnostik mit der „Medimouse“ ein nicht strahlenbelastendes Oberflächenmessverfahren zur Verfügung.
Es soll die Frage der Messgenauigkeit der „Medimouse“ gegenüber dem radiologischen Verfahren getestet werden.
Methodik: Im Rahmen einer prospektiven Untersuchung erfolgte bei 31 Patienten die Bestimmung der segmentalen und Gesamtkrümmungswinkel der Lendenwirbelsäule an Hand digitaler radiologischer Funktionsaufnahmen.
Bei gleichen Untersuchungsbedingungen erfolgte zusätzlich die Vermessung des Oberflächenreliefs der Wirbelsäule von HWK 7 bis SWK 1 mit der Medimouse.
Dabei erfolgt die Bestimmung der Wegstrecken und Winkel sowie deren Veränderung in Flexion und Extension an der Rückenoberfläche.
Ergebnisse: Bezüglich der Haltungsmessung in aufrechter Position ergibt sich eine Korrelation zwischen der Medimouse und dem radiologischen Messverfahren von 0,93.
Bei den Bewegungsmessungen zeigt sich eine günstigerer Zusammenhang mit einer Korrelation von 0,96.
Schlussfolgerung: Es besteht eine enge Korrelation zwischen dem Standardverfahren der radiologischen Bewegungsmessung und dem Oberflächenmessverfahren.
Aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung eignet sich somit die „Medimouse“ für wiederholte Messungen und damit für eine engmaschige Therapiekontrolle.

Publiziert: E. Bistritschan, S. Delank, G. Winnekendonk, P. Eysel in Zeitschrift für Orthopädie, Jahrgang 141,
2003, Heft S1; Postersession Deutscher Orthopädie-Kongress 2003
Auswertung des Wirbelsäulenchecks:

 



2. S3- Koordinationscheck

Parameter:
- Koordination
- Seitigkeit
- Gleichgewicht

Der Test besteht aus einer individuellen Aufwärmphase, einem Probedurchgang (15 s) und zwei Wertungsdurchgängen (je 30 s) auf der MFT Balance Disc.
Zur Auswertung wird der bessere Wertungsversuch herangezogen.
Zuerst wird die Fähigkeit zur Links/Rechts-Stabilisierung, anschließend zur Vor/Rück-Stabilisierung getestet.
Der S3-Check kann in den Altersgruppen zwischen 8 und 70 Jahren angewendet werden.
Durch erhobene Normwerte für einzelne Altersstufen bzw. Frauen und Männer lassen sich individuelle Messergebnisse gut interpretieren.
Der patentierte S3-Körperstabilitätstest, ein modernes Computer-Mess-System, ermöglicht die Beurteilung der globalen Körperstabilität, der sensomotorischen Regulationsfähigkeit und funktionaler muskulärer Asymmetrien.
Er wird in der orthopädischen Befunderhebung und in der sportmotorischen Leistungsdiagnostik verwendet, um mögliche Defizite am Bewegungsapparat möglichst früh zu erkennen.

Testmaterial:

Die MFT-Körperstabilitäts-Messplatte ist über eine USB-Schnittstelle mit einem PC bzw. Notebook verbunden.
Mit Hilfe der Messsoftware können Messungen aufgezeichnet, ausgewertet , ausgedruckt und in einer Datenbank abgespeichert werden. Auf Grund der Testergebnisse kann automatisch ein Trainingsprogramm erstellt werden.

3. Orthopädischer Sicht- und Tastbefund

Orthopädische Reihenuntersuchung an Wiener Volksschulen

Die orthopädische Reihenuntersuchung hat im Vergleich zu einer fachärztlichen, privaten Untersuchung hauptsächlich eine gesundheitspräventive Funktion zu erfüllen.
Wesentlich ist die rechtzeitige Erkennung von Krankheitsbildern oder auch Erkrankungsrisken.
Die weitere Behandlung bzw. Therapie obliegt dem Facharzt, zu dem das Kind überwiesen wird.

Vor der eigentlichen Untersuchung steht die Anamnese, bei der bereits aufgetretene Beschwerden, die genaue Lokalisierung und Art des Schmerzes (klopfend, pulsierend, schneidend, stechend, ...) erhoben werden.
Besonders belastende Situationen und andere Auslöser der Schmerzen werden geklärt.

Innerhalb der schulischen orthopädischen Reihenuntersuchung wird das Umfeld des Kindes beleuchtet.
Das Kind wird über sein Bewegungsausmaß, die Ergonomie seiner Schulmöbel (höhenverstellbare, kippbare Tische), die Teilnahme am Haltungsturnen oder die Art seiner Nachmittagsgestaltung befragt.

Anschließend wird vom Orthopäden ein Haltungsstatus durchgeführt.
Bei diesem Sichtbefund kontrolliert der Facharzt die Haltung der Wirbelsäule des Kindes im aufrechten Stand und in der Vorbeuge.
Die Haltungsanalyse wird in einem Untersuchungsprotokoll (siehe Anhang) festgehalten.
Sie beinhaltet neben der optischen Einschätzung des Übergewichts (Adipositas) die orthopädischen Bereiche


1. Rückentyp (Rundrücken, Hohlrundrücken, Hohlrücken, Flachrücken, Scapulae alatae)
2. den Thorax (Thoraxassymmetrie, Kielbrust, Trichterbrust)
3. Wirbelsäule (skoliotische Fehlhaltung, Skoliose, Rippenbuckel rechts/links, Lendenwulst rechts/links, Lendendreiecke asymmetrisch)
4. Beinachse (X-Bein, O-Bein)
5. Gang (Gangbild, Zehenballengang, Fersengang, Einbeinhüpfen) und
6. Fuß (Adductus, Knickplattfuß, u.a.).

Falls der untersuchende Orthopäde Auffälligkeiten in einem oder mehreren orthopädischen Bereichen diagnostiziert, werden die Eltern verständigt, dass eine weitere, fachärztliche bzw. therapeutische Betreuung nötig ist, um die Nachhaltigkeit der gesundheitspräventiven Maßnahme zu gewährleisten.

4. Sportmotorische Tests

Parameter der Testbatterie:
TEST 1 PARAMETER:
10m Wendesprint
Zyklische Schnelligkeit inkl. Gewandtheit
TEST 2 PARAMETER:
Berg- und Talparcour
Koordination unter Zeitdruck; Gewandtheit und Orientierungsfähigkeit
TEST 3 PARAMETER:
Standweitsprung / horizontale Sprungkraft
TEST 4 PARAMETER:
Klettern auf Schrägbank / Kraftfähigkeit der oberen Extremität
TEST 5 PARAMETER:
Werfen - Fangen 20sek. / Differenzierungs- und Orientierungsfähigkeit unter Präzisions- und Zeitdruck
TEST 6 PARAMETER:
Turnbank balancieren / dynamisches Gleichgewicht unter Zeitdruck

Klassenauswertung der sportmotorischen Tests des Vereins  Bewegtes Lernen – Gesundheitsförderung in Volksschulen / Wien
(1 geschafft; 2 nicht geschafft)

Startnr. Geschl. Geburtsd. Grösse Gewicht Alter-Lauf Sit up Liegestütz Kreisel 1 Bein Stand
          ja/nein ja/nein ja/nein rechts links
      [cm] [kg] +/- +/- +/- +/- +/-
1 m       1 1 2 1 1
2 m       1 1 1 1 1
3 m       1 1 1 1 1
4 m       1 1 2 1 1
5 m       1 1 1 1 1
6 m       1 1 1 1 1
7 m       1 1 1 1 1
8 m       1 1 2 1 1
9 m       1 1 1 1 1
10 m       1 1 1 1 1
11 m       1 1 2 1 1
12 w       1 1 1 1 1
13 w       1 1 1 1 1
14 w       1 1 1 1 1
15 w       2 2 2 1 2
16 w       1 1 1 1 1
17 w       1 2 1 1 2
18 w       1 1 1 1 1
19 w       2 1 2 2 2
20 w       1 1 1 2 1

 

Ballweitstoß Standweitsprung Berg-Tal-Parcours
knien    
[cm] [cm] Zeit [s]
420 150 9
510 178 6,93
350 120 12,03
480 158 8,34
530 200 7,40
460 161 9
310 180 7,87
440 160 11,59
380 145 8,44
430 150 11
390 150 7,69
580 155 10
365 105 9,72
450 148 10
440 110 19,5
440 130 10
420 111 10
605 157 8,66
350 110 13,22
460 135 8,87

Kompetenzorientiertes Bewegtes Lernen – Gesundheitsförderung BWL-GF

Bewegte Schule Wien

Marina Thuma, MA MBA

Bewegte Schule als Beitrag zur Gesundheitsförderung

Bewegung stellt einen integralen Bestandteil des Kindergarten- und Schullebens dar.

Bewegte Schule beinhaltet sowohl die erzieherische als auch die sportpädagogische Komponente. Sie integriert Bewegung über den Unterrichtsgegenstand „Bewegung und Sport“ hinaus in den gesamten Schulalltag.

Sie entspricht dem salutogenetischen Ansatz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Antonovsky.

Sie fördert die Fähigkeiten jedes Einzelnen zur Erhaltung und Stärkung seines Wohlbefindens.

Schule in Bewegung zu bringen heißt:

  • Schule zu verändern durch eine kind-, lehr- und lerngerechte Rhythmisierung des Unterrichts (zB flexible Einteilung von Lernzeiten und Pausen; Bewegungspausen zur Entspannung / Bärenlied, R.Janes; Selbst- oder Partnermassage mit dem Igelball , als Rückenschule/Die goldenen Zwölf, zur Aktivierung/ Gelenketanz)
  • durch bewegendes, bewegtes und selbsttätiges Lernen (zB. Lernen mit Bewegung / Lernwörterspaziergang; Lernen durch Bewegung / Buchstabenlauf, Zahlenraten
  • durch bewegte Pausen (zB Pausenkiste/strukturiertes Angebot von Bewegungsgeräten je nach Platzangebot)
  • durch gesundheitsfördernde Organisationsstrukturen (zB Schuljause/Angebot der Gesunden Jause, Obstschale, Sitzmöbel/Kontrolle der Tisch- und Sesselgröße, Angebot von ergonomischen Möbeln für aktives Sitzen, Klassenraumgestaltung /Bewegungsanlässe schaffen/ Challengedisc)
  • durch Einbindung aller Personen im Umfeld Schule /Partizipation (zB Unterricht von multiprofessionellem Team / Sportler, Orthopäde, Rhythmiker, …)
  • durch Öffnung der Schule nach Außen (Kooperation mit Vereinen / Fit für Österreich, Teilnahme an Wettkämpfen / Athletics light; Run4kids), und
  • durch vernetztes Denken (zB Nahtstellenbetreuung/Eltern gestalten Schule mit; Hospitationen von Kindergärtner/innen oder Sek1-Kolleg/innen)

(Nationaler Aktionsplan Bewegung NAPb 2012)

Die angeführten gesundheitsfördernden Aktivitäten werden nicht nur kurzfristig in einmaligen Projekten durchgeführt, sondern in den Schulalltag täglich, daher nachhaltig integriert.

Schüler/innen werden nicht belehrt, sondern werden befähigt, selbstbestimmt zu leben und ihre Umwelt aktiv mitzugestalten. (Empowerment)

Pädagog/innen bereiten sich durch die Absolvierung des Lehrgangs „Bewegtes Lernen – Gesundheitsförderung“ intensiv auf die Umsetzung der Bewegten Schule in die Praxis vor. Sie garantieren nachhaltiges Arbeiten, da sie täglich die Zielsetzungen der bewegten Schule in den Unterrichtsalltag einbinden.

Die Wiener Initiative BWL-GF

die sowohl das bewegte als auch bewegende Lernen, sowie die Gesundheitsförderung in den Schulalltag integriert, fördert die ganzheitliche Entwickung unserer Kinder und stärkt ihre

Lebenskompetenzen:

Kognitive Entwicklung

Kinder erwerben mit und durch Bewegung grundlegende Fertigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen (zB Deutsch-Lesen/ Lesen am Balancierbrett; Marhematik-Geometrie / Flächen und Körper mit eigenem Körper und Hüpfgummis bauen, erleben und begreifen)

Psychische Entwicklung

Kinder entfalten sich intellektuell, erkennen ihren Lerntyp und lernen, sowohl ihre Stärken einzusetzen, als auch mit Leistungsdruck umzugehen (zB Gruppenarbeit / Aufgabenstellungen gemeinsam bewältigen, Lernsequenzen mit Bewegung nach Zeit ( Puzzleteile bei Wettlauf zusammenbauen).

Physische Entwicklung

Kinder ernähren sich gesund und integrieren Bewegung fix in ihren Alltag, wobei sie ihren Tagesablauf gut rhythmisieren (optimaler Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung / Bewegungspausen mit haltungsfördernden Elementen, richtiges Heben und Tragen der Schultasxhe, Haltungsgewohnheiten mit wiederkehrenden Tätigkeiten kombinieren/ zB PC auf Stehpult)

Soziale Entwicklung

Kinder erleben Gemeinschaft und ordnen ihre sozialen Beziehungen, vor allem innerhalb ihrer Familie und der Schulklasse. Sie tragen in der Schule gelebte Bewegungsgewohnheiten in ihre Familien (Soziales Lernen / zB Motopädagogische Stationen mit Alltagsmaterialien; Gordischer Knoten, Autowaschstraße).

(Klaus Hurelmann, gesundes Österreich - Magazin für Gesundheitsförderung und Prävention 2012, Fonds gesundes Österreich)

Durch gesundheitsfördernde Maßnahmen in frühen Lebensjahren

verstärken Kinder Schutzfaktoren für eine gesunde Entwicklung. Risikofaktoren, wie Bewegungsmangel, Übergewicht oder einseitige Belastungen werden verringert.

Auf die Ergebnisse von Untersuchungen, Testungen oder Screenings im Rahmen der Initiative BWL-GF werden effiziente gesundheitsfördernde Maßnahmen, aufbauend auf den erhobenen Stärken der Kinder, initiiert. Extreme Abweichungen von Normwerten können rechtzeitig medizinisch therapiert werden.

(zB Ernährungs- und Trinkgewohnheiten / Wasserflasche, Bewegungsintensität bewusst machen/ Schrittzähler)

Kompetenzorientiertes Lernen

Die acht Schlüsselkompetenzen sind definiert als eine Kombination aus Wissen, Fähigkeiten und Einstellungen. Sie werden von allen Menschen für ihre persönliche Entfaltung, soziale Integration, Bürgersinn und Beschäftigung benötigt:

  1. muttersprachliche Kompetenz
  2. fremdsprachliche Kompetenz
  3. mathematische und naturwissenschaftlich technische Kompetenz
  4. Computerkompetenz
  5. Lernkompetenz
  6. soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz
  7. Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz
  8. Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit

Für all diese Lernerwartungen sind Fähigkeiten wie Kreativität, konstruktiver Umgang mit Gefühlen, Problemlösung oder Eigeninitiative bedeutsam.

Das kompetenzorientierte Lernen ermöglicht die Bildungsstandards zu erreichen (outcome-Orientierung).

Kompetenzorientierter, bewegter Unterricht

stellt die Entwicklung der Fach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz für die Grundstufe I und Grundstufe II sicher.

Fachkompetenz

Das Bewegte Lernen ist kein eigenes Unterrichtsfach, sondern soll in allen Unterrichtsfächern einfließen. Durch bewegtes, aktives und handlungsbezogenes Lernen eignen sich Kinder Wissen selbständig an. Sie verhalten sich gesundheitsbewusst.

Wohlbefinden im Schulalltag erlangen die Kinder durch

Bewegung und Fitness (zB Tanz, Brain Gym, Vital4brain)

zB häufiger Wechsel von gesunden Alltagshaltungen (zB Angebot verschiedener Sitzmöbel zu aktivem Sitzen / Sitzball, Sitzkeil, Pendelhocker)

zB Kräftigungs- Beweglichkeits- und Koordinationsübungen zum Ausgleich (Bouldern / Rocky Schooldays; Rückenschule / Kinderyoga, Sportmotorik/ Abenteuerturnen, Kletterparcour, Bewegungslandschaft)

zB Ausdauertraining (Herz-Kreislauf) in BESP

Gesunde Ernährung (zB So schmeckt´s!)

Seelisches Gleichgewicht (Energetische Übungen / Energiedaumen, PEP macht Schule, rhythmische Bewegung zu Musik)

Sozialkompetenz

Die Kinder können durch ihre kommunikativen Fähigkeiten Erfahrungen austauschen, Vermutungen anstellen, Fragen stellen oder Lösungswege suchen. Sie arbeiten in Partner- oder Gruppenarbeit oder in Projekten mit gegenseitiger Wertschätzung. Dabei lernen sie mit Konflikten umzugehen.

- Bildung und Gestaltung von Freundschaften (anderen helfen / zB Geschicklichkeitsspiele zu zweit, wie Riesenmikado, Patnerski; Kniesitzkreis)

- ausgewogenes Selbstmanagement (Konfliktbewältigung und Selbstkontrolle / Soziale Spiele zum Aggressionsabbau, wie Schwarz-weiß, Raufen und Rangeln, Körperpyramide))

- schulische Kompetenzen (Anweisungen des Lehrers/Lehrerin befolgen, Hilfe von Mitschüler/innen und Lehrer/innen annehmen / Sichern und Helfen))

- Kooperative Fähigkeiten (soziale Regeln anerkennen / zB Vertrauenskreis, Tiere in Pantomime, Bildhauer)

- Durchsetzungsfähigkeit (Kontakte zu anderen aufnehmen / Kennenlernspiele- Mein rechter Platz ist leer; Lauf- und Fangspiele)

(Petermann u.a. 2007)

Methodenkompetenz

Die Kinder können mit und durch Bewegung lernen. Sie rhythmisieren den Schulalltag, zB durch bewegte Pausen (outdoor / Schulhof, Schulgarten, Sport- oder Spielplatz; indoor / Pausenhalle, Aula, Turn- oder Festsaal). Die Schüler/innen erleben die Lerninhalte sinnbezogen und körpernah (Lernen über bevorzugten Sinneskanal mit der Auswahl entsprechender Materialien). Sie nutzen die vorbereitete Lernumgebung mit Impulsen zur Bewegung und begreifen ihre Umwelt durch selbsttätiges Lernen.

Selbstkompetenz

Fähigkeiten wie Selbstorganisation und -motivation, Zeitmanagement oder Reflexionsfähigkeit befähigen Kinder zu eigenverantwortlichem Handeln.
Kinder lernen ihr Verhalten nach den Bedingungen, die ihnen ihre Umwelt vorgibt, zu steuern. Sie lernen, sich zu beruhigen, ihre Aufmerksamkeit zu steuern, Informationen zu speichern und mit den gespeicherten Informationen zu arbeiten (Training exekutiver Funktionen - zB Konzentrationsspiel / Fingertip).

(Hochschule Bremen www.hs-bremen.de/weiterbildung/kompetenzen 22.10.2012; 17:00

ZNL- Universitätsklinikum Ulm http://www.znlfex.de/html/body_exekutive_funktionen.html

28.11.2012; 21:30)

Unser Team

 

 

 

 

Organisation und Administration
Dipl. Päd. Marina Thuma, MA MBA

 

 

 

  

 

Stadtschulrat für Wien
LSI Mag. Ulrike Mangl

 

 

 

 

 

Kassier
RR. H. Kipferling

 

 

 

 

 

Gerätepooladministration
Verena Jungwirth-Weinberger, BEd

 

 

 

 

 

Administration, Homepage
DI. Erwin Schmidt

 

Koordinatorinnen

Ulli Texl
(SPZ 23; Canaveseg. 22a) - 1., 2., 3., 11. Gemeindebezirk
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Elisabeth Mayrhofer
(VS17; Bischof Faber Pl.1) - 9., 15., 16., 17., 18., 19., 20. Gemeindebezirk
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Eva Tatowsky
(VS 12; Rothenburggasse 1) - 6., 7., 8., 13., 23. Gemeindebezirk
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Natalie Sverak
(VS 21, Donaufelder Str. 77) - 21. Gemeindebezirk
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tanja Pinter
(VS 22, Schrebergasse 39) - 22. Gemeindebezirk
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Christine Eberl
(VS 10, G.-W. Papst-Gasse 2) - 5., 10. Gemeindebezirk
e-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ursula Lorenz
(GEPS 23, Anton-Baumgartnerstr. 44/1) - 4., 12., 14. Gemeindebezirk
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Begründer

 

 

 Marina Thuma, MA MBA

Langjährige Unterrichtstätigkeit als Volksschullehrerin in den Bereichen Integration, dynamisches Förderkonzept, Erziehung, Begleitunterricht für Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, Arbeiten mit Studierenden der Pädagogischen Akademie, Referentin des PI Wien, Dozentin der PH Wien, Koordinatorin für Bewegung und Sport/APS an der PH Wien, Autorin zahlreicher Fachartikel und Schulbücher.

 

 

Vorstand

Organschaftliche Vertreter laut Vereinsregisterauszug:

Präsidentin
Marina THUMA, MA MBA

Präsidentin-Stv.
Mag. Ulrike Mangl. LSI

Schriftführerin
Verena Jungwirth-Weinberger, BEd

Schriftführer-Stv.
Herbert Kipferling, RR

Kassier
Herbert Kipferling, RR

Kassier-Stv.
Marina THUMA, MA MBA